
Die Elektrobranche spielt eine zentrale Rolle für die Energiezukunft und die Digitalisierung der Schweiz. Auch im Jahr 2025 setzte sich EIT.swiss für starke Rahmenbedingungen, eine hochwertige Berufsbildung und die bestmögliche Unterstützung seiner Mitglieder ein.
Ein besonderer Höhepunkt war die im Februar erstmals durchgeführte nationale HBB-Feier, an der die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen der Berufsprüfungen, höheren Fachprüfungen und Praxisprüfungen der Elektrobranche geehrt und gefeiert wurden.
Zudem gab es diverse personelle Veränderungen, sowohl in der Geschäftsstelle als auch im Vorstand.
Allen Mitgliedern, Partnerinnen und Partnern und Mitarbeitenden danken wir herzlich für ihr Engagement und ihr Vertrauen. Gemeinsam gestalten wir auch 2026 die Zukunft der Schweizer Elektrobranche.
Personelles
Im Jahr 2025 durften drei Mitarbeitende von EIT.swiss in den wohl verdienten Ruhestand gehen: Manuela Giuliano, Dominique Henry und Richard Permann.
Manuela Giuliano (non-formale Bildung)
Dominique Henry (Bildung)
Richard Permann (Rechtsabteilung)
Zudem gab es einige neue Mitarbeitende. Im Januar 2025 verstärkte Lukas Tschanz die Rechtsabteilung.
Lukas Tschanz
Ebenfalls im Januar ergänzte Valentina Lorez die Abteilung Marketing & Kommunikation.
Valentina Lorez
Im Februar begann Daniel Zybach als stellvertretender Leiter Berufsbildung in der Abteilung Berufsbildung.
Daniel Zybach
Im April gab es für die Rechtsabteilung mit Rinesa Hamitaga eine zusätzliche Verstärkung.
Rinesa Hamitaga
Den Abschluss bildet Stefan Boost, der per August in die Abteilung Technik & Betriebswirtschaft eintrat.
Stefan Boost
Marketing & Kommunikation
EIT.swiss Imagekampagne 2025
Seit 2021 setzt EIT.swiss mit der Imagekampagne "Power on" auf die Katze Stromy als sympathische Botschafterin der Branche. Im Zentrum stehen dabei die rund 50'000 Elektroprofis, die täglich für Komfort, Sicherheit und Fortschritt sorgen.
Im Jahr 2025 wurde die Kampagne weitergeführt. Rund um die GV in Locarno wurden neue Werbesujets präsentiert. Diese gaben einen ersten Einblick in die Weiterentwicklung der Kampagne.
Ab Mitte Jahr folgte die nächste Phase unter dem Slogan "Power on für die Schweiz". Dabei wurde aufgezeigt, wofür elektrische Energie im Alltag unverzichtbar ist – von Mobilität über Haushalt bis Unterhaltung. Die Kampagne war breit in klassischen und digitalen Kanälen präsent, ergänzt durch eine zweite Welle im Herbst.
Trotz guter Ergebnisse der letzten Online-Kampagne mit rund 14 Millionen Views und 8'500 Klicks wurde im November 2025 entschieden, die Kampagne mit Stromy nicht weiterzuführen, da sie in der Branche insgesamt zu wenig Anklang fand.
Einige Kampagnensujets
Nachwuchskampagne e-chance.ch
Die Nachwuchskampagne e-chance 2025 verlief insgesamt sehr erfolgreich: Trotz teils reduzierter Budgets konnten die Bewerbungszahlen, die über e-chance.ch generiert wurden, konstant auf hohem Niveau gehalten und die Effizienz der Kampagne weiter gesteigert werden. Bereits der Jahresstart überzeugte mit hohen Conversion-Rates und überdurchschnittlich vielen Bewerbungen auf die Lehrstellenausschreibungen.
Im Jahresverlauf zeigte sich ein stabiles Interesse mit saisonalen Schwankungen im erwarteten Rahmen. Besonders stark präsentierte sich die zweite Jahreshälfte: Von September bis Dezember wurden über 1'150 Bewerbungen generiert (September: 334, Oktober: über 200, November: 363, Dezember: 254). Treiber waren unter anderem gezielte Kampagnenmassnahmen, die SwissSkills in Bern sowie die Berufsmesse Zürich im November.
Über das gesamte Jahr hinweg blieben die Leistungskennzahlen auf einem guten bis sehr guten Niveau – mit steigenden Conversion-Rates, hoher Verweildauer auf e-chance.ch und optimierten Kosten pro Bewerbung.
2025 bestätigt eine nachhaltig hohe Nachfrage nach Lehrstellen und eine wirkungsvolle Kampagnenumsetzung.
e-chance-Reporting September 2025
Technik und Betriebswirtschaft (TBA)
1. NPK
Im Jahr 2025 stand für das Team NPK die konsequente Weiterentwicklung des Normpositionenkatalogs im Fokus. Ziel war es, den NPK weiterhin als verlässliches, praxisnahes und zukunftsorientiertes Arbeitsinstrument für die Elektrobranche zu stärken und den steigenden Anforderungen aus Technik, Normung und Digitalisierung gerecht zu werden.
Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der inhaltlichen Aktualisierung und Erweiterung des Katalogs. Zahlreiche Kapitelbereiche wurden überarbeitet, ergänzt oder neu strukturiert, um technologische Entwicklungen zeitnah abzubilden. Besonders hervorzuheben sind Erweiterungen in den Bereichen Kabeltragsysteme, Kommunikations- und Netzwerktechnik, Gebäudeautomation sowie Beleuchtungssysteme. Mit der Aufnahme von Innovationen wie erweiterten UKV‑, LWL‑Lösungen, neuen KNX‑IoT‑Strukturen und modularen Beleuchtungslösungen wurde der NPK gezielt auf aktuelle Markt- und Anwenderbedürfnisse ausgerichtet.
Parallel dazu wurde grosser Wert auf die Vereinheitlichung und Klarheit der Texte gelegt. Bestehende Spezifikationen und Ausdrücke wurden überprüft, vereinfacht und vereinheitlicht, um die Vergleichbarkeit zu erhöhen und die Anwendung im Ausschreibungs- und Angebotsprozess zu erleichtern. Die bewusste Aufhebung einzelner überholter Spezifikationen sowie die Ergänzung erläuternder Informationen tragen zusätzlich zu einer verbesserten Verständlichkeit und Rechtssicherheit bei.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Arbeit war die enge Zusammenarbeit mit Materialherstellern, Anwendern und CRB. Durch diesen kontinuierlichen Austausch konnte sichergestellt werden, dass neue Produkte, Systeme und Technologien fachlich korrekt, normenkonform und praxisgerecht in den NPK integriert wurden.
Nicht zuletzt spielte die termingerechte Vorbereitung und Markteinführung des NPK 2026 eine zentrale Rolle. Trotz hoher inhaltlicher Komplexität und umfangreicher Anpassungen gelang es dem Team, die Arbeiten planmässig abzuschliessen und den Markt transparent über Neuerungen, Preisstrukturen und Bezugsoptionen zu informieren. Die Kombination aus gedruckten und digitalen Lösungen ermöglicht den Anwenderinnen und Anwendern eine flexible Nutzung sowohl im Büro als auch auf der Baustelle.
2. Vielfältige Aufgaben
Die TBA war mit ihren zahlreichen und vielfältigen Aufgaben stark ausgelastet. Es galt, einerseits all die vielen Leistungen zu erbringen, die die Mitglieder von der TBA erwarten, und andererseits die hohe Qualität dieser Leistungen aufrechtzuerhalten. Neben der Erstellung der verschiedenen NPK-Produkte gehören beispielsweise folgende Tätigkeiten dazu:
3. Preisänderungen
Das Berichtsjahr war geprägt von zahlreichen Fragen zu Preisänderungen. Dabei ging es nicht um Fragen zum Anspruch auf Teuerungsausgleich oder zu dessen Berechnungsmethode, sondern um das Problem sinkender Materialpreise. Es darf daher nicht vergessen werden, dass wenn Möglichkeiten zur Berechnung von Preisänderungen in einen Werkvertrag aufgenommen werden, der Auftraggeber sehr wohl eine Berechnung und Preissenkung verlangen kann, wenn die statistischen Werte zu seinen Gunsten ausfallen.
4. CRB
Die NPK-Kapitel 501 «Elektroanlagen: Anlagebeschreibung» sowie 368 «Photovoltaik- und thermische Solaranlagen» wurden von CRB vollständig überarbeitet. Damit die Anliegen der Elektrobranche in diese Revisionen eingebunden sind, hat EIT.swiss aktiv an beiden Überarbeitungen mitgewirkt.
Fachbereich Elektroplanung (FBEP)
Durchgeführte Sitzungen
Sitzungen: Im Jahr 2025 fand die Gründung des FBEP statt. Die Startsitzung erfolgte am 28. Januar 2025. Weitere vier Sitzungen wurden im Jahr durchgeführt.
Themenfindung: Während den ersten drei Sitzungen stand die Themenfindung von zwei bis drei Kernthemen im Vordergrund.
Umfrage: Es gab eine Umfrage in allen Sprachregionen der Schweiz und bei swissgee zu den Dienstleistungen, die EIT.swiss den Elektroplanern anbieten könnte.
Fachbereich Elektroinstallation (FBEI)
Durchgeführte Sitzungen
Es wurden zwei neue Mitglieder mittels Umfrage gefunden. Dies sind Dominic Fröhli und Tobias Kistler.
Themen, die zur Umsetzung kamen:
Grundbildung: Gebäudeinformatik
Ein bedeutendes Ereignis des Jahres war das erste Qualifikationsverfahren (QV) mit der abschliessenden Individuellen praktischen Arbeit (IPA) der ersten Gebäudeinformatiker:innen EFZ in den Fachrichtungen «Gebäudeautomation» und «Kommunikation und Multimedia». Der erste QV-Abschluss der Fachrichtung «Planung» steht im Jahr 2026 bevor. Von 40 angetreten Lernenden haben alle die IPA und das QV erfolgreich abgeschlossen. So stehen uns jetzt die ersten hochqualifizierten Gebäudeinformatiker:innen EFZ auf dem Markt zur Verfügung. Fast alle konnten bei ihren angestammten Lehrbetrieben weiterarbeiten oder haben eine neue Stelle bei einem anderen Betrieb angetreten. Ein erfolgreiches Statement für diesen neuen Beruf.
Ein weiteres herausragendes Ereignis war der «Tag der Gebäudeinformatik» (TDGI) von KNX Swiss, zu dem wir als EIT.swiss einen erheblichen Beitrag geleistet haben. Erstmals sind wir als Multiträgerschaft des Berufes aufgetreten. Zusammen mit suissetec und ICT Berufsbildung Schweiz konnten wir an unserem Stand über den Beruf informieren. In einem Workshop informierten drei Lernende über ihre Erfahrungen aus ihrer Lehrzeit. Darüber hinaus hatten die Teilnehmenden des Workshops die Möglichkeit, sich sowohl aus der Perspektive bestehender als auch neuer Ausbildungsbetriebe auszutauschen. Am Ende des Tages wurden die besten Absolventinnen und Absolventen der QV 2025 Gebäudeinformatiker:innen EFZ ausgezeichnet.
Wir waren an einigen Branchenanlässen für den Beruf Gebäudeinformatiker:in EFZ aktiv mit dabei oder haben diese selbst organisiert: Dazu gehörten der Roundtable Gebäudeinformatik, die electro-tec, diverse Netzwerkanlässe für Lehrbetriebe, sowie die SwissSkills. Zudem konnten wir in diesem Jahr einige Projekte abschliessen und uns neuen Initiativen zuwenden.
Aus der B&Q Kommission Gebäudeinformatik gibt es folgendes zu berichten. Rolf Siebold trat per März 2025 als Gast-Vertreter von suissetec aus, sein Sitz wurde nicht neu besetzt. Marc Röthlisberger trat als Mitglied von EIT.solothurn im August aus, als Nachfolger wurde Fabian Cribari von EIT.linth-oberland bestimmt. Im Bereich der Fachrichtung „Planung“ gibt es leider sehr wenige Lernende. Aus diesem Grund wurde von der Kommission eine Arbeitsgruppe gebildet, die Massnahmen zur Förderung dieser Fachrichtung entwickeln und umsetzen soll. Dank der Zusammenarbeit mit der Gewerblichen Berufsschule St. Gallen und EIT.ost bleibt der Berufsschulstandort St. Gallen bis 2027 erhalten, obwohl der Kanton St. Gallen diesen aufgrund niedriger Lernendenzahlen schliessen wollte.
Um den Austausch zwischen den ÜK-Standorten und der Kommission zu stärken, besuchten Mitglieder der Kommission die beiden ÜK-Standorte das EAZ in Horw und das EBZ in Effretikon. Dieser Austausch wurde von den ÜK-Standorten sehr geschätzt.
Im Jahr 2026 starten wir die 5-Jahres-Überprüfung des Berufes. Im Rahmen eines Überprüfungsberichts werden die wesentlichen Aspekte der Ausbildung zusammengefasst und ein potenzieller Handlungsbedarf aufgezeigt. Dieser dient als Ausgangslage für eine mögliche Revision des Berufes.
Berufsfilm Gebäudeinformatiker:in EFZ
Höhere Berufsbildung
Durchgeführte Prüfungen im Jahr 2025
Kandidatinnen und Kandidaten
Expertentreffen mit allen Sprachregionen
Bei der Expertenschulung, die erstmals mit allen Sprachregionen im Zürcher Landesmuseum durchgeführt wurde, waren die Änderungen der Prüfungsordnung per Januar 2026 ein wichtiges Thema. Zudem galt es, die Qualität der Fachgespräche in Bezug auf die neue Prüfungsordnung zu verbessern und es erfolgte ein regionsübergreifender Austausch der Prüfungsexpertinnen und -experten.
Neue Experten
Anlässlich des zentral durchgeführten Neu-Expertenseminars in Zürich konnten sieben neue Expertenkollegen in ihre anspruchsvolle Aufgabe in der höheren Berufsbildung eingeführt werden. Durch die Anpassungen der Prüfungsordnungen und Wegleitungen konnten die Prüfungsabläufe und der Prüfungsplan angepasst werden. Somit werden zukünftig nicht mehr so viele neue Experten benötigt werden.
Non-formale Bildung
Im Jahr 2025 wurden einige bisherige Seminare verworfen und neue Seminare entwickelt. Das aktuelle Angebot umfasst 30 Seminare. Die neue Stossrichtung der Weiterbildung wird sich künftig vermehrt auf die Entwicklung der Branchenzertifikate in Zusammenarbeit mit allen anerkannten Institutionen konzentrieren. Dies wurde den Sektionen sowie den Kommissionsmitgliedern der non-formalen Bildung bereits kommuniziert.
EIT.swiss stellt den Sektionen rund 20 Seminare zur Selbstausführung zur Verfügung. Die hausinternen Seminare werden weiterhin durch EIT.swiss selbst und zudem auch in Zusammenarbeit mit den Sektionen angeboten. Zum Erfahrungsaustausch fand bereits die 7. Sitzung statt, an der sich die Weiterbildungsverantwortlichen der Sektionen untereinander ausgetauscht haben.
Es wurden 59 Seminare mit 634 Teilnehmenden, sowie die Blitzschutzfachtagung mit 150 Teilnehmenden durchgeführt. Dies ergibt insgesamt 60 Seminare mit 784 Teilnehmenden.
durchgeführte Seminare
Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer
Einige Impressionen von der Blitzschutzfachtagung
Politik: NIV-Revision im Fokus
Die politischen Aktivitäten 2025 von EIT.swiss fokussierten sich auf die seit 2024 laufende Revision der Niederspannungs-Installationsverordnung NIV. Ziel der Revision ist die Entlastung des Eidgenössischen Starkstrominspektorats ESTI, das aus Kapazitätsgründen seiner Aufsichtspflicht nur noch eingeschränkt nachkommen kann. Für EIT.swiss ist zentral, dass die revidierte NIV weiterhin das hohe Niveau an Sicherheit und Qualität elektrischer Installationen garantieren kann. Dazu stand der Verband 2025 in regelmässigem Kontakt mit dem ESTI und dem Bundesamt für Energie sowie anderen Verbänden, die von der Revision betroffen sind – namentlich dem VSEK, dem VSE und Swissolar. Ausserdem hat eine Delegation des Vorstands das Thema auch in Gesprächen mit EIT.swiss nahestehenden Parlamentsmitgliedern im Bundeshaus eingebracht. Weitere politische Themen, die EIT.swiss 2025 beschäftigt haben, waren die Versorgungssicherheit betreffend Strom, der Entschädigungsfonds für Asbestopfer, das Entlastungsprogramm des Bundes mit Schwerpunkt auf dem Gebäudeprogramm, kantonale Mindestlöhne und die neuen Mustervorschriften der Kantone im Gebäudebereich. EIT.swiss hat insgesamt neun Stellungnahmen eingereicht und ausserdem am Abstimmungskampf gegen die Umweltverantwortungsinitiative teilgenommen. Ausserdem hat EIT.swiss die Zusammenarbeit mit der parlamentarischen Gruppe Berufsbildung weitergeführt und für sie zwei Anlässe organisiert.
Delegiertenversammlung (DV) in Bern
Rund 150 Delegierte nahmen am 30. April 2025 an der DV von EIT.swiss in Bern statt. Zu den Schwerpunkten dieser DV gehörten verschiedene Projekte im Bereich Berufsbildung.
Nach der Genehmigung des Protokolls der letzten DV vom November 2024 erfolgte die Genehmigung des Jahresabschlusses 2024.
In den Verhandlungen zum GAV konnte bisher kein Kompromiss erzielt werden. Die Verhandlungen werden fortgeführt.
Die Revision der Grundbildungen ist ein wichtiges Projekt. Die offizielle Anhörung ist beendet und es erfolgte eine Bereinigung mit Bund und Kantonen.
Im Bereich der Höheren Berufsbildung wurde der Überprüfungsbericht validiert und es laufen Gespräche mit weiteren Trägern.
Aus dem Bereich Berufsbildung wurde schliesslich zum aktuellen Stand des Projekts NüKL berichtet.
Generalversammlung in Locarno
Am 14. Juni 2025 fand die Generalversammlung von EIT.swiss in Locarno statt. An derselben erfolgte die Genehmigung des Jahresberichts 2024. Weiterhin erfolgte eine Revision der Statuten sowie des Geschäfts- und Finanzreglements. Diese wurden am selben Tag in Kraft gesetzt. Zudem standen Vorstandswahlen auf dem Programm.
Ein wichtiger Punkt waren die Gesamterneuerungswahlen des Vorstandes. Bei der Zusammensetzung des Vorstands von EIT.swiss ist auf eine ausgewogene Zusammensetzung bezüglich Regionen, Landessprachen, Fachbereiche und Unternehmensstrukturen zu achten. Nicht mehr zur Wahl stand das Vorstandsmitglied Antonio Salmina, da er das Ende der maximalen Amtszeit erreicht hatte. Er wurde zum Ehrenmitglied von EIT.swiss ernannt.
Gemäss Statuten muss auch der Verbandspräsident von den Mitgliedern wiedergewählt werden. Der Präsident Thomas Keller, wurde von den Mitgliedern in seinem Amt bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurden Marco Sciara und Daniel Wildhaber.
Ausserordentliche Delegiertenversammlung (DV) in Bern
Gemäss Statuten von EIT.swiss obliegt die Genehmigung von Verträgen und Vereinbarungen, die für alle Mitglieder von EIT.swiss verbindlich sind (z.B. GAV) der DV.
Die DV hat im April 2024 die Verhandlungsdelegation für den neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) beauftragt, die Verhandlungen mit den Sozialpartnern weiterzuführen. Mit den Sozialpartnern konnte eine Einigung über einen neuen GAV getroffen werden. An der ausserordentlichen DV vom 17. September 2025 in Bern mussten die Delegierten über den neuen GAV 2026 – 2029 der Elektrobranche abstimmen. Der Grund für diese ausserordentliche DV war, nebst der Abstimmung über den neuen GAV, die rechtzeitige Beantragung der Allgemeinverbindlicherklärung (AVE), damit diese zusammen mit dem neuen GAV am 1. Januar 2026 in Kraft treten kann.
An der DV hat die Mehrheit der Delegierten von EIT.swiss dem neuen GAV 2026 – 2029 der Elektrobranche zugestimmt.
Delegiertenversammlung in Neuenburg
Rund 150 Delegierte nahmen am 27. November 2025 an der Delegiertenversammlung (DV) von EIT.swiss in Neuenburg teil. Zu den Schwerpunkten dieser DV gehörten verschiedene Projekte wie der GAV 2026 – 2029, Budget und Mitgliederbeiträge 2026 sowie diverse Projekte aus der Berufsbildung.
An der DV wurden die Protokolle der DV vom April 2025 sowie der ausserordentlichen DV vom September 2025 genehmigt.
Das Budget und die Mitgliederbeiträge 2026 wurden vorgestellt und von den Delegierten genehmigt.
Der neue GAV tritt am 1. Januar 2026 in Kraft und bringt einige wesentliche Änderungen mit sich.
Die Revision der Grundbildungen ist ein wichtiges Projekt. An der DV wurde über verschiedene Projekte im Bereich Berufsbildung (BiVo2022+ und Höhere Berufsbildung) berichtet.
Am Schluss wurde seitens BFE über den aktuellen Stand der NIV-Revision berichtet.
Nicht-statutarische Anlässe
EIT.swiss Branchentag
Der EIT.swiss Branchentag 2025 war ein voller Erfolg. Zum ersten Mal seit seinem Bestehen im Jahre 2021 war der Anlass überhaupt ausverkauft und das bereits eine Woche im Voraus.
Knapp 300 Teilnehmende trafen sich am 6. Februar im Berner Kursaal, um nach der Begrüssung des EIT.swiss Präsidenten Thomas Keller am Vormittag den spannenden Vorträgen zum Thema Leadership in der Elektrobranche von Nicole Kopp, Prof. Dr. em. Erhard Lüthi und Philip Wels, Gesundheitsmanagement von Urs Näpflin und Livio Erni sowie Weiterentwicklung NIV von Richard Amstutz zu lauschen. Nach der Mittagspause ging es weiter mit Vorträgen zu Lichtverschmutzung und Arbeitsplatzbeleuchtung von Robert Heinze und Gino Gabriele, Netzqualität von Sascha Engel sowie Elektromagnetische Verträglichkeit von Henrik Lowack. Die Teilnehmenden konnten sich in den Pausen vernetzen und austauschen und profitierten in diesem Jahr erstmals von einem Bildungsausweis für die Nachmittagsveranstaltungen. Der Branchentag wurde auch in diesem Jahr wieder souverän und charmant von Nicole Glaus moderiert. Nach den interessanten Vorträgen traf man sich zu einem geselligen Apéro, bevor man die Heimreise antrat oder noch für die anschliessende HBB-Feier in Bern blieb.
EIT.swiss HBB-Feier
Am Abend des 6. Februar 2025 fand die erste nationale Feier für die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen der Berufsprüfungen, der höheren Fachprüfungen und der Praxisprüfungen der Elektrobranche im Kursaal Bern statt.
Mehr als 1‘300 Personen absolvieren jährlich eine Prüfung auf Niveau Berufsprüfung und höhere Fachprüfung. Damit ist die Elektrobranche eine der grössten Ausbildnerinnen im Bereich der technischen Berufe in der Schweiz. EIT.swiss möchte die Leistung der Absolventinnen und Absolventen gebührend feiern und lud deshalb zur grossen HBB-Feier ein.
Insgesamt fanden sich rund 700 Personen im Kursaal in Bern ein. Die Absolventinnen und Absolventen feierten gemeinsam mit ihren Freunden, Bekannten und Familien. Sogar Bundesrat Guy Parmelin gratulierte mit einem eingespielten Video. Remy Hübschi, stellvertretender Direktor des SBFI, würdigte die Leistungen der Kandidatinnen und Kandidaten in seiner Rede. Gekonnt durch den Abend führte die bekannte Moderatorin Jennifer Bosshard. Aufgelockert wurde der Anlass durch die aussergewöhnlichen Darbietungen des Sängers, Musikers und Entertainers Martin O.
Im Anschluss an die Würdigungen duften sich die Teilnehmenden der HBB-Feier auf ein buntes Rahmenprogramm mit Apéro Riche und Austausch mit Branchenkolleginnen und Kollegen sowie Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik freuen. Im entspannten Ambiente konnten die Absolventinnen und Absolventen ihren Erfolg gebührend feiern. Die erste HBB-Feier war ein voller Erfolg.
electro-tec
Die electro-tec ist die Schweizer Fachmesse der Elektrobranche und bietet seit zwanzig Jahren einen verlässlichen Wert. Ihre Beständigkeit hat dazu beigetragen, sich als führende Fachmesse in der Branche zu positionieren. Die Veranstalter und EIT.swiss als Kooperationspartner führten die electro-tec erfolgreich am 21. und 22. Mai 2025 in Bern durch.
Dank des idealen Standorts in Bern gilt die electro-tec seit jeher als wichtiger Treffpunkt für Netzwerkpartner aus der Deutschschweiz und der Romandie. Sie bot den Besucherinnen und Besuchern vom Kleinstbetrieb bis hin zu grossen Elektroinstallationsbetrieben jede Menge Neues, Austauschmöglichkeiten unter Fachkolleginnen und -kollegen sowie die Erweiterung ihres Fachwissens. Das bewährte Messekonzept bot an zwei Tagen einen idealen Mix zwischen Ausstellung und Fachseminaren in deutscher und französischer Sprache.
Die seit 2004 bewährte electro-tec ist wegweisend für die Elektroinstallationsbranche und positioniert sich als führende Schweizer Leadmesse. Diese Beständigkeit festigt die Vorrangstellung und baut auf grossem Vertrauen auf. Die Veranstalter sind stolz auf ihre pausenlose Präsenz seit zwanzig Jahren, die imposanten Besucherzahlen im 2025 und die über 90 nationalen und internationalen Aussteller.
EuroSkills 2025
Vom 9. bis 13. September 2025 hat sich Jana Gander an den EuroSkills in Herning (Dänemark) mit Berufskolleginnen und -kollegen aus ganz Europa gemessen. An der Siegerehrung stand fest: Die Elektroinstallateurin aus Beckenried NW hat dank Präzision und Durchhaltewillen Silber geholt.
Jana Gander musste an den EuroSkills während 17 Stunden vor Publikum und Jury eine vollständige Elektroanlage installieren, testen und programmieren. Zudem hatte sie 30 Minuten zur Verfügung, um acht versteckte Fehler zu finden. Das hat die 22-Jährige perfekt gemeistert: Ihr Einsatz wurde mit der Silbermedaille belohnt. «Der Wettbewerb war sehr intensiv», berichtet Jana Gander. «Dass ich auf dem Podest stehen durfte, macht mich unglaublich stolz.»
Die Nidwaldnerin hat sich mit dem 2. Platz an den SwissSkills 2023 für die diesjährigen EuroSkills qualifiziert und sich intensiv auf diesen Wettbewerb vorbereitet. Jana Gander arbeitet bei der Frey + Cie Elektro AG in Luzern und schätzt insbesondere die Präzision ihres Berufs. Mit der Teilnahme an den europäischen Berufsmeisterschaften wollte sie nicht nur eine Medaille nach Hause bringen, sondern auch ihre Fähigkeiten weiter vertiefen.
Das gute Ergebnis ist der beste Beweis für die hohe Qualität der schweizerischen Berufsbildung. Diese allein garantiert noch keinen Erfolg an internationalen Meisterschaften. Eine gute Vorbereitung durch regelmässiges Training ist genauso wichtig. Selbstverständlich gehört auch eine Portion Glück dazu. Das SwissSkills National Team, bestehend aus den besten jungen Fachleuten der Schweiz, bereitet sich jedes Jahr darauf vor, bei internationalen Wettbewerben wie den EuroSkills zu glänzen.
Aftermovie EuroSkills 25 Jana Gander
SwissSkills in Bern
An den Schweizer Berufsmeisterschaften SwissSkills haben sich vom 17. bis 20. September 2025 auf dem Bern-Expo-Areal in Bern über 1100 Nachwuchstalente in über 90 Berufen gemessen. Die Elektroinstallateurinnen und -installateure mussten in den insgesamt 15 Wettkampfboxen an vier Tagen anspruchsvolle Aufgaben erledigen. Dabei wurde den jungen Berufsleuten wird einiges abverlangt: Sie mussten eine moderne Hausinstallation erstellen mit Photovoltaik, Sicherungsverteilungen, Lichtinstallation, Ladestation für Elektromobilität und Pumpensumpfsteuerung, bevor dann am Samstagabend der Schweizermeister feierlich gekürt wurde. Die Goldmedaille ging an Kilian Moser aus Grindelwald BE. Auf die Plätze zwei und drei schafften es Livio Müller aus Märwil TG und Jérémie Germanier aus Conthey VS.
Impressionen von den SwissSkills: Hier die drei Erstplatzierten
Zudem präsentierte EIT.swiss am zweistöckigen Stand von e-chance die vier Berufe der Elektrobranche. Dieser Auftritt ist wichtig, denn eine grosse Anzahl an Schülerinnen und Schüler besuchten die SwissSkills, um sich über ihre Wunschberufe zu informieren. Es ist eine grosse Leistungsschau, an der verschiedenste Branchen und Berufe mit kreativen und ausgefallenen Ideen um die Gunst des zukünftigen Nachwuchses werben. Am Stand von e-chance.ch wurde hier tolle Arbeit geleistet. Mit interaktiven Spielen und Informationen wurden Interessierte an die Elektrobranche herangeführt. Mit Erfolg: Gross war der Andrang vor dem e-Scape-Room, in dem die Schüler:innen verschiedene Aufgaben lösen mussten und so über den Beruf Elektroinstallateur:in informiert wurden. Auch der «Astronautensessel» der Gebäudeinformatiker:innen, auf den man sich mit einer VR-Brille setzen konnte, um aus dem Weltraum in ein vernetztes Haus zu schweben, war sehr begehrt. Als Betreuerinnen und Betreuer engagierten sich neben einigen Mitarbeitenden der Geschäftsstelle junge Fachleute aus allen Landesregionen, die im Auftrag von EIT.swiss die Fragen des zukünftigen Nachwuchses beantworteten. Die Möglichkeit, sich dem kommenden Nachwuchs bestmöglich zu präsentieren, wurde optimal genutzt. So kann Begeisterung für die Elektroberufe entfacht werden.
Standimpressionen
Tag der Gebäudeinformatik (TDGI)
Branchentreffen auf dem Campus Sursee: Am 29. Oktober 2025 kamen rund 300 Fachleute zum zweiten Tag der Gebäudeinformatik (TDGI) zusammen. Das Programm war vielfältig und dicht: Begrüssung und vier Impulsreferate, 13 Workshops zu verschiedensten Themen und 25 Aussteller, die ihre neusten Produkte präsentierten. Und ganz wichtig: Die Ehrung der allerersten Gebäudeinformatiker EFZ! 15 strahlende Gesichter auf der Bühne, die Geschenke und grossen Applaus erhielten, denn sie sind Pioniere des neuen Berufs und eine Inspiration für die Betriebe, die sie bereits ausbilden oder ausbilden wollen.
Ehrung der weltweit ersten Gebäudeinformatiker EFZ
Bilanz und Erfolgsrechnung
Die Jahresrechnung 2025 von EIT.swiss schliesst mit einem Gewinn von CHF 266'787 (VJ Gewinn von CHF 720’857). Für das Geschäftsjahr 2025 war ein Verlust von 447 TCHF budgetiert worden. Der Gesamtertrag von 16,675 Mio. CHF für das Jahr 2025 lag rund 285 TCHF über Budget und um 525 TCHF über demjenigen des Vorjahres. Neben dem über Budget liegenden Umsatz war der in vielen Bereichen leicht unter dem Budget liegende Aufwand ausschlaggebend für den positiven Abschluss. Im nachfolgenden Kommentar zur Erfolgsrechnung werden die wesentlichen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr erläutert.
Jahresrechnung 2025 inkl. Bericht der Revisionsstelle (pdf)
Kommentar zur Jahresrechnung 2025 von EIT.swiss:
Bilanz
Aktiven
Die flüssigen Mittel sind gestiegen, da das SBFI die überfällige Auszahlung der Subventionen für die Höhere Berufsbildung im Jahr 2025 vorgenommen hat. Entsprechend hat sich die aktive Rechnungsabgrenzung reduziert. Die Veränderung bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist stichtagsbezogen. Der Wert der Finanzanlagen stieg durch das an EIT.vaud gewährte Darlehen.
Passiven
Der tiefere Bestand der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung ist die Folge der im Vergleich zum Vorjahr besseren Liquidität und zum Teil auch stichtagsbezogen. Die höhere Abgrenzung der Prüfungsgebühren ist auf die höhere Zahl der bereits für 2026 angemeldeten Kandidaten zurückzuführen. Bei den Rückstellungen wurde die Baugarantierückstellung als Folge der angestiegenen Baugarantiesumme erhöht.
Erfolgsrechnung
Ertrag
Der Anstieg des betrieblichen Gesamtertrages ist zum grössten Teil dem höheren Subventionsertrag zuzuschreiben. Der Anstieg dieser Position ist einerseits die Folge des Kostenanstiegs bei der Prüfungsdurchführung (diese werden zu 60% subventioniert) und andererseits die Folge des Abbaus bestehender Reserven. Ebenfalls gestiegen ist der Umsatz aus Dienstleistungen. Ausschlaggebend dafür ist die Erhöhung der Prüfungsgebühren, welche zur Deckung der gestiegenen Kosten des Prüfungsbetriebes notwendig wurde. Dämpfend auf den Umsatzanstieg wirkte der Rückgang des Weiterbildungsbeitrages GAV, welcher den grössten Teil des Ertragsrückgangs im Bereich der Beiträge verursachte.
Aufwand
Im Dienstleistungsaufwand sind die gestiegenen Kosten für die Prüfungsdurchführung mehrheitlich für den Anstieg gegenüber dem Vorjahr verantwortlich. Die Expertenentschädigung wurde erstmals nach langer Zeit angehoben und die intensivierte Schulung der Experten verursachte ebenfalls höhere Kosten als im Vorjahr. Zudem wurde 2025 die Revision der Berufsprüfungen unter Einbezug der Branche gestartet, was zusätzlich zum höheren Dienstleistungsaufwand beitrug.
2025 wurde das Personal im Bereich der Berufsbildung gemäss dem genehmigten Stellenplan aufgestockt, was zu entsprechend höherem Personalaufwand führte.
Der Werbeaufwand enthält 2025 die Kosten für die SwissSkills in Bern, welche nicht jährlich durchgeführt werden. In der Kommunikation wurde 2025 die im Vorjahr pausierte Imagekampagne wieder aufgenommen.
Die Auszahlung der Überschussbeteiligung der Krankentaggeldversicherung wurde als periodenfremder Ertrag erfasst. Ebenfalls in dieser Position ist der Ertrag aus der Bereinigung von Bilanzkonti verbucht worden.
EIT.swiss in Zahlen:
Mitglieder per 31.12.2025
gemeldete (Jahres-) Lohnsumme
Vorstand
Der Vorstand von EIT.swiss setzt sich seit der Generalversammlung, die am 14. Juni 2025 in Locarno stattgefunden hat, neu zusammen. Antonio Salmina, der das Ende seiner maximalen Amtszeit erreicht hatte, schied nach der GV aus dem Vorstand aus. Neu in den Vorstand gewählt wurden Marco Sciara als Vertreter des Tessins und Daniel Wildhaber als Vertreter für den Bereich Elektroplanung.
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